Uhrmachermeister Rossmann, Bad Ischl

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    März 2017
    von Karlstein in die weite Welt!

    Vacheron Constantin | Genf

    Seit 20 Jahren lebt und arbeitet Hubert HIRNER in der renommierten Uhrenmanufaktur Vacheron-Constantin in Genf und ist dort für das Training und die Ausbildung der internationalen Uhrmacher an den edlen Zeitmessern in der ganzen Welt verantwortlich!

    Ein harter Kern von Absolventen des Jahrganges 1975-79 an der Fachschule Karlstein/Thaya pflegt seit mehr als 30 Jahren einen regelmäßigen Austausch. Dies war auch der Anlass mir einen langgehegten Wunsch im Februar 2017 zu erfüllen, da auch ich in meiner Werkstatt zahlreiche Exponate dieses besonderen Herstellers mit beeindruckender historischer Bedeutung, zum Verkauf anbiete.

    Ein Besuch in den „heiligen“ Hallen von Vacheron-Constantin in Genf, ermöglicht durch meinen langjährige Freund „ Maitre Horloger“ Hubert Hirner,    Danke!

     

     

    August 2016
    Zeitgedanken

    Vor langer, langer Zeit existierte eine wunderschöne, kleine Insel. Auf dieser Insel waren alle Gefühle der Menschen anzutreffen: Der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all die vielen anderen Gefühle und natürlich lebte auch die Liebe dort.

    Eines Tages wurde den Gefühlen überraschend mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel schnellstmöglich zu verlassen. Nur die Liebe wollte ausgerechnet bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an dieser, ihrer Insel.

    Bevor die Insel im Meer versank, bat die Liebe dennoch die anderen um Hilfe. Als der Reichtum auf einem sehr luxuriösen Schiff die Insel verließ, fragte ihn die Liebe: „Reichtum, kannst du mich mitnehmen?“
    „Nein, kann ich nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine, leider ist da keinerlei Platz mehr für dich!“ Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbar großen  Schiff vorbeikam. „Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?“

    „Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen“, antwortete der Stolz, „hier ist alles perfekt und du könntest durch deine Anwesenheit mein Schiff beschädigen!“ Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: „Traurigkeit, bitte nimm du mich mit.“

    „Oh Liebe“, sagte da die Traurigkeit, „ich bin so unendlich traurig, dass ich unbedingt alleine bleiben muss.“ Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.

    Plötzlich aber rief eine Stimme: „Komm Liebe, ich nehm dich mit.“

    Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie ganz und gar vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.

    Viel, viel später fragte die Liebe das Wissen: „Wissen, kannst du mir sagen, wer es war, der mir damals geholfen hat?“

    „Ja sicher“, antwortete das Wissen, „das war die Zeit.“
    „Die Zeit?“ fragte die Liebe erstaunt, „warum hat mir ausgerechnet die Zeit geholfen?“
    „Nun“, antwortete das Wissen: „weil nur die ZEIT versteht, wie wichtig die LIEBE im Leben ist!

     

     

    Jänner 2016
    Neue Gedanken über die Zeit

    Stellen sie sich vor, sie haben bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen: Jeden Morgen stellt ihnen die Bank exakt 86400.- Euro auf einem Bankkonto zur Verfügung.

    Dazu gibt es aber, wie in jedem Spiel, einige Regeln und Bedingungen zu beachten!
    Erste Regel:

    Alles was sie im Laufe des Tages nicht ausgegeben haben, wird ihnen wieder weggenommen. Man kann es auf kein anderes Konto überweisen, nur ausgeben.
    Aber jeden Morgen eröffnet die Bank ein neues Konto, mit neuen 86400.- Euro für diesen Tag!
    Zweite Regel:
    Die Bank kann das Spiel, ohne Vorwarnung, jederzeit beenden!
    Sie kann das Konto schließen und aus. Was würden Sie tun?

    Den Preis annehmen? Sich alles kaufen, nicht nur für sich selber, auch für andere Menschen die man gern hat .............vielleicht sogar für Menschen die man gar nicht kennt, da man ja kaum täglich alles für sich allein ausgeben kann? Sie würden versuchen jeden Cent auszugeben und zu nutzen, oder?? Eigentlich ist dieses Spiel aber die pure Realität!

    Jeder von uns hat so eine „magische Bank“......... wir sehen und bemerken es nur nicht. Diese magische Bank ist die ZEIT! Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir  86.400 Sekunden Leben für diesen Tag geschenkt und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit keineswegs irgendwo „gutgeschrieben“....

    Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben ist verloren, für immer verloren, vergangen.....

    Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen, aber diese Bank kann das Konto jederzeit auflösen, auch ohne jegliche Vorwarnung...........! Was machen SIE  mit ihren täglichen 86400 Sekunden??  
    Also fangen wir an unser Leben zu leben!!

     

     

    Juni 2015
    Gedanken über die Zeit!
    (Nicht nur aus der Sicht eines Uhrmachers)

    Jeder von uns hat gleich viel Zeit zur Verfügung und jeder ist für seine Zeit selbst verantwortlich.  Im Buch „MOMO“ von Michael Ende wird davon erzählt, dass wir die Zeit mit unserem Herzen wahrnehmen müssen, um sie sinnvoll für unser Leben nützen und vor den sogenannten „Zeitdieben“ zu schützen.

    Momo und Meister HORA gingen durch einen großen Saal mit den unterschiedlichsten Uhren – Standuhren, Taschenuhren, Sanduhren, Wecker, Spieluhren, Kuckucksuhren uvm. Und Momo war damit beschäftigt Rätsel zu lösen.„Sag mal“, fragte sie schließlich: „was ist denn eigentlich Zeit?“ Meister Hora erwiderte: „Hier aus diesem Nirgendhaus in der Nirgendgasse kommt  die Zeit ALLER Menschen!“

    Momo blickte ihn ehrfürchtig an. „OH“, sagte sie leise, „machst du sie selbst?“ Meister Hora lächelte wieder:“ Nein, mein Kind, ich bin nur der Verwalter. Meine Pflicht ist es, jedem Menschen die Zeit zuzuteilen, die für ihn bestimmt ist.“

    „Könntest du es dann nicht ganz einfach so einrichten“, fragte Momo, „dass die Zeit-Diebe den Menschen keine Zeit mehr stehlen können?“ „Nein, das kann ich nicht“, antwortete Meister Hora, „ denn was die Menschen mit ihrer Zeit machen, darüber müssen sie selbst bestimmen. Sie müssen sie auch selbst verteidigen, ich kann sie ihnen nur zuteilen!“

    Momo blickte sich im Saal um, dann fragt sie:“ Hast du dazu die vielen Uhren? Für jeden Menschen eine, ja?“ „Nein, Momo“, erwiderte Meister Hora, „diese Uhren sind nur eine Liebhaberei von mir. Sie sind nur Nachbildungen von etwas, das jeder Mensch in seiner Brust trägt! Denn so wie wir Augen haben um das Licht zu sehen, und Ohren, um Klänge zu hören, so haben wir auch ein Herz um damit die Zeit wahrzunehmen ….. und alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren, wie die Farben des Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben.

     

     

    September 2014
    Fachschultreffen

    Uhrmachermeister Rossmann, Bad Ischl | Fachschultreffen

    Zu einem interessanten Gedankenaustausch trafen sich heuer ehemalige Schüler der Bundesfachschule für Uhrmacher in Karlstein an der Thaya, aus dem Jahrgang 1975/79 hier in Bad Ischl um „alte“ Erinnerungen und „neue“ Erkenntnisse gegenüber zu stellen!

    Dies ist umso bemerkenswerter, da ein „harter Kern“ über all die Jahre, trotz vieler Veränderungen, den Kontakt aufrecht erhielt und es zu regelmäßigen Treffen kam!
    Uhrmachermeister beim „Zauner“ in Ischl, und privat!

    (Salhofer - Ried, Rossmann - Bad Ischl, Brandweiner – Neumarkt, Gilli – Salzburg, Teufelberger – Vöcklabruck, Gattermayer – Waidhofen/Ybbs,  Sampl – Mariazell, Hirner – Genf)

     

     

    Februar 2013
    Der Uhrmacher
    (Wartung und Service an Armbanduhren)

    Meist zerlegt ein Uhrmacher die Uhr mit dem Zweck, die abgenützten und verschmutzten Teile freizulegen und anschließend zu reinigen oder zu tauschen.
    Eine Armbanduhr hat ein Gehäuse, das aus verschiedenen Metallen bestehen kann. Der Boden, der meist verschraubt ist, kann nur mit einem Spezialgerät geöffnet werden.
    Wenn ein Laie nach dem Öffnen in das Uhrwerk blickt beginnt er meist zu staunen, dass so etwas überhaupt so klein funktioniert.

    Eine mechanische Uhr ist die präziseste Maschine, die der Mensch je hergestellt hat!

    In vollkommen zerlegtem Zustand kann ein Uhrwerk aus bis zu 500 Einzelteilen bestehen. Jedes Teil wird sorgfältig in kleine Schälchen gelegt und anschließend in einem Spezialreinigungsbad gewaschen. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, die Lager und Hebel werden geölt.

    Ein kleiner Tropfen Öl in der Größe eines Regentropfens reicht für mehr als 500 Uhren!

    Am Ende wird das Werk auf seine Ganggenauigkeit überprüft, wieder in das, ebenfalls gereinigte, Gehäuse eingebaut.
    Nun läuft die Uhr wieder für drei bis vier Jahre.

     

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Vielen Dank für Ihr Interesse bzw. den Besuch meiner Website

Karl Rossmann, Uhrmachermeister
A-4820 Bad Ischl, Hasnerallee 8
Tel. +43 676 6830980 | Email: karl.rossmann@gmx.at